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Tipps & Mehr Tipps & Mehr

Richtiges Planen und Verhalten auf Ihren Rad- und Mountainbikerouten ist sehr wichtig. Damit Ihre Tour ein erfreuliches Erlebnis für Sie wird, sind einige wichtige Dinge zu beachten.

Von der richtigen Ausrüstung (Kleidung, Helm,...) über das Aufwärmen, Verpflegung bis hin zu den Verhaltensregeln bei Unfällen informieren wir Sie gerne.
 
Tipps & Mehr für Sie als Radfahrer und Mountainbiker!

Berücksichtigen Sie folgendes bei Ihrer Tourenplanung:
  • Kondition und Routenverlauf
  • Zeit, Länge, Höhenmeter und Schwierigkeit
  • Witterungsbedingungen
  • ausreichend aufgefüllter Flüssigkeitshaushalt
  • Rücksichtsvolles Verhalten gegenüber Flora und Fauna
  • Markierte Radwege nicht verlassen



Tipps und Tricks rund ums Radfahren und Mountainbiken:

  • Nur nach ärztlichen OK sollte mit gemäßigtem Radfahren begonnen werden.
  • Auf die Funktionstüchtigkeit Ihres Fahrrades achten
  • Die Dauer und die Intensität der Trainingseinheiten sollte so gestaltet werden, dass Sie Ihren Kreislauf nicht überlasten
  • Seien Sie nicht überehrgeizig
  • Die Nachhaltigkeit macht den Erfolg aus. Trainieren Sie mäßig, aber dafür regelmäßig
Empfohlene Ausrüstung für Ihre Touren:
  • Bequeme, strapazierfähige Radkleidung
  • Winddichtes Obergewand und Regenschutz
  • Regenschutz
  • Rucksack
  • Orientierungshilfen (Karten, GPS)
  • Ausreichend Verpflegung (Getränke und Jause)
  • Kleines Erste-Hilfe-Paket
  • Fahrrad-Helm
  • Kommunikationshilfen (Mobiltelefon, Taschenlampe, Signalpfeife)
  • wenn nötig, Sonnenschutz
  • Klebematerial für defekten Reifen
Langsam starten & aufwärmen und abwärmen:
Langsam beginnen und den Körper auf Betriebstemperatur bringen. Variieren Sie Ihr Tempo. So wie das Aufwärmen sollte auch das Abwärmen (Cool down) ins Training integriert werden. Beenden Sie deshalb Ihre Tour nicht im Höchsttempo, sondern lassen Sie die letzten 5 bis 10 Minuten locker ausklingen.


Die ideale Haltung von Kopf und Arme:
Achten Sie auch auf die entspannte Haltung von Kopf und Nacken und halten Sie Ihren Kopf möglichst ruhig und geradeaus. So behalten Sie den Überblick. Die Arme sollten durchgestreckt am Lenker liegen.

Tourenverpflegung:
Spezielle Energie-Pakete - bestehend aus 1 Single-Serve-Sports-Drink und 1 Riegel (30 bzw. 35g)



Verhalten bei Schlechtwetter


Jeder Radfahrer und Mountainbiker sollte sich den Gefahren denen er ausgesetzt ist bewusst sein. Egal ob zu heiß, oder zu kalt. Hier finden Sie ein paar Tipps wie Sie sich bei Gefahr verhalten sollten um schlimme Umfälle zu vermeiden.

Hitze und Kälte

Der Menschliche Körper ist nur in einem sehr geringen Temperaturbereich überlebensfähig. Körpertemperaturen unter 33°C und über 41°C können den Tod zur folge haben. Der Körper versucht sich ständig ein Wärmegleichgewicht zwischen abgegebener und erzeugter Wärmemenge zu halten, damit die Optimale Temperatur von 36-37°C erhalten bleibt.

Kälte

Bei zu geringer Körpertemperatur erzeugt der Körper Wärme und verringert weiteren Wärmeverlust durch Zittern, Gänsehaut, Kreislaufzentralisation.
Entscheidend für das Auftreten eines Kälteschadens sind zum einen der Wärmeverlust des Körpers im gesamten, der zu einem Absinken der Körperkerntemperatur und damit zu einer allgemeinen Unterkühlung führt, und zum anderen der isolierte Wärmeverlust an einer ausgekühlten Körperoberfläche, wobei es dann zu örtlichen Kälteschäden kommen kann.

Hitze

Bei zu hoher Körpertemperatur macht der Körper die Gefäße weit auf und produziert dadurch mehr Schweiß. Verdunstet dieser auf der Hautoberfläche, kühlt das die Haut und hilft, die Körpertemperatur trotz großer Hitze konstant zu halten. Unter extremen Bedingungen kann dieses Kühlsystem jedoch überlastet sein und es kommt zu gesundheitlichen Problemen.

Sowohl die Wärmeerzeugung, als auch die Kühlung sind nur in einem geringen Rahmen möglich. Verliert der Körper mehr Wärme als er erzeugen kann, so erfriert der Mensch. Kann er nicht genug Wärme abführen um ein Überhitzen zu vermeiden so wird er kollabieren (hohes Fieber, Hitzeschlag).

Warnzeichen eines Hitzeschlages sind

  • stark erhöhte Körpertemperatur
  • heiße, trockene, rote Haut
  • Kopfschmerz & Schwindel
  • Erbrechen
  • beschleunigte Atmung
  • beschleunigter Herzschlag
  • Bewusstlosigkeit und Krampfanfälle

Schutz vor Hitze

  • Sonnenschutz, Kopfbedeckung
  • Regelmäßig trinken
  • Körperaktivität verringern
  • Kleidung versuchen feucht halten
  • bei Lufttemperaturen über ca. 40°C Windschutz

Schutz vor Kälte

  • Schweiß und nasse Kleidung vermeiden
  • Versuchen Feuer zu machen um etwas Wärme zu erzeugen
  • Unterschlupf (Windschutz, Regenschutz)
  • Wenn möglich heißes Getränk oder Suppe zu sich nehmen
  • der Kälte wenig Angriffsfläche bieten (in Gruppen zusammenkauern)
  • gegenseitig wärmen, bewegen, motivieren, kontrollieren
  • bei Erschöpfung, Unterkühlung nicht schlafen!



Blitzschlag

Jeder, der schon einmal ein Gewitter (Berggewitter) miterlebt hat weiß, warum Blitzschutz kein nebensächliches Thema ist.

Blitze können auf drei Arten gefährlich werden:

  • direkter Blitzschlag (Verbrennungen, Stromschlag
  • Erdströme durch nahe gelegenen Blitzeinschlag (Stromschlag durch "Schrittspannung")
  • indirekt durch von Blitzen ausgelöste Brände

Vermeiden von direkten "Treffern":

  • weg von exponierten Stellen (Kuppen, Grate, allein stehende Bäume, Masten jeglicher Art)
  • Auf ebenem Gelände möglichst klein machen
  • In Gebäuden, Autos: Fenster und Türen schließen, weg von Eingängen, Fenstern, Elektrogeräten, Telefon und Funkgeräten!
  • in Höhlen und Überhängen: Weg vom Eingang und Seitenwänden! Gefahr von Steinschlag, Erdrutsch beachten.
  • runter von Seen, Flüssen
  • Metallgegenstände ablegen (Regenschirm, Eispickel, Waffen, Skistöcke...)
  • Versuchen Sie trocken bleiben

Stromschlag durch "Schrittspannung"

Wenn Blitze einschlagen fließt der Strom durch den Boden. Bei trockenem Boden leitet der Körper besser als der Boden. Da sich Strom immer den "einfachsten" Weg sucht wird er in diesem Fall durch den Körper gehen und kann tödlich sein. Durch dass schließen der Beine können Sie dies Vermeiden (nur ein Kontakt zum Boden) und durch gut isolierenden Untergrund.



Verhalten bei Mountainbike und Radunfällen

Zögern Sie nicht den NOTRUF zu benutzen, es zählt jede Minute!
Sie erreichen den Alpinnotruf aus ganz Österreich rund um die Uhr Vorwahlfrei unter 140 sowie das Rote Kreuz unter 144!

Wenn Sie den Notruf wählen, ist die wichtigste Frage, WO Sie sich befinden. Dazu kann es erforderlich sein eine Reihe von Fragen zu stellen:

  • Ausgangsort
  • Berg bzw. nächste Hütte
  • Tourenname
  • Pistenname (Nummer)
  • Seehöhe
  • Wie lange sind Sie schon unterwegs sind

Im Idealfall übermitteln Sie uns die GPS Koordinaten Ihrer Position (Format WGS 84,UTM/UPS).

Eine weitere Fragengruppe gilt den Witterungsbedingungen im Einsatzgebiet (Bewölkung, Windstärke, Sichtweite...)

Erst jetzt folgt die Ermittlung des Zustandes des Verletzten/Erkrankten. Die Mitarbeiter werden dies sehr genau ermitteln und Ihnen dazu zahlreiche Fragen stellen um festzustellen, welche Hilfe der Patient benötigt. Beantworten Sie alle Fragen so genau als möglich und bleiben Sie dabei ruhig!

Auch wenn das Gespräch länger dauert, es kommt zu keiner Verzögerung, da bereits während des Gespräches die notwendigen Mittel alarmiert werden.

Legen Sie erst auf, wenn es Ihnen der Disponent sagt!
Falls notwendig, bleiben wir auch über längere Zeit mit Ihnen telefonisch in Verbindung.
Wann immer möglich und sinnvoll, geben Ihnen unsere Disponenten Hinweise, wie Sie dem Patienten bis zum Eintreffen der Bergrettung helfen können! Die laufende Verbindung zu Ihnen ist für den Erfolg des Rettungseinsatzes besonders wichtig.

Lassen Sie Ihr Mobiltelefon eingeschaltet!
Rufen Sie niemanden an, damit Sie für die Leitstelle und den Einsatzleiter der Bergrettung jederzeit erreichbar sind! Bleiben Sie an einem Platz wo Sie Verbindung zum Mobiltelefonnetz haben! Achten Sie auf die Kapazität Ihres Akkus. Wenn mehrere Mobiltelefone zur Verfügung stehen, übermitteln Sie alle Nummern an die Leitstelle, sparen Sie mit der Akkukapazität – lassen Sie nur ein Telefon in Betrieb!




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